Definitionen

Klartext: Begriffe A-Z , einfach erklärt

"Du bist ja krank!“, "Du hast eine schwere Grippe – och Du Armer: Kann ich mit einer Hühnersuppe vorbeikommen?“, "Depression ist eine Krankheit! Und die ist chronisch!“ – Nahzu überall im Alltag wird man immer einmal wieder mit dem Begriff "Krankheit“, "krank“ und Aussagen wie oben konfrontiert – mal eher mitfühlend, mal regelrecht beleidigend und in einigen Fällen geradzu auf ungeheuerliche Weise bösartig. Krankheiten bzw. die Deutungshoheit über sie "gehören“ üblicherweise den Ärzten, in Ausnahmefällen Heilpraktikern, manchmal auch Beratern und Coaches sowie dem assistierenden PflegemitarbeiterInnen (Den Begriff -personal lehne ich ab, weil er m. E. eher ins 19. Jahrhundert gehört, wo das Dienstpersonal untertänigst dienend und allenfalls als notwendiges Übel im Souterrain geduldet wurde). Warum? Weil der Umgang mit Krankheiten, deren Behandlung, Linderung oder gar Heilung je nach Schweregrad Sach- und Fachverstand sowie Erfahrung benötigt. Bei einem harmlosen Schnupfen…

Zu guter Letzt sollen es diese Definitionen Ihnen auch erleichtern, das noch zu viel häufig gepflegten Fachchinesisch von sogenannten "Fachleuten“ zu entschlüsseln und durchaus im Sinne eines guten Patientenrechtes auf verständliche Aufklärung und Information vor irgendwelchen Maßnahmen eine bewusste Entscheidung nach dem Maßstab treffen zu können: „Tut mir das, was die hier mit mir machen wollen, wirklich gut – oder eben auch nicht?“

 

Stichwörter: Halbgötter in Weiß, Arztirrtümer, historisch einmal falsch geprägte Annahmen werden nur ungern korrigiert, auf dem Gips eines gebrochenen Armes unterschreibt jeder gern aber was ist mit der gebrochenen Seele eines ehemals traumatisierten Kindes, das jetzt 28, 38 oder 68 Jahre alt ist…, keinen Respekt mehr vor der Approbation, viele Betroffene wissen mehr über "ihr“ Thema, als die Behandler, weil sie sich – gespeist aus einem unglaublichen Leidensdruck und aus der verzweifelten Suche nach (Er-)Lösungen und diversen Irrwegen und Fehlversuchen – so intensiv wie fast niemand sonst damit beschäftigt haben.

Definitionen Anfangsbuchstabe "A“

Angst, Asperger-Syndrom

Definitionen Anfangsbuchstabe "Ä“

Ätiologie

Definitionen Anfangsbuchstabe "B“

Borderline-Persönlichkeitsstörung (oder neu aber nicht besser:)

Definitionen Anfangsbuchstabe "C“

Definitionen Anfangsbuchstabe "D“

Depression

Depression, Demenz, Diarrhoe (Durchfall), Dysfunktion(al)

Definitionen Anfangsbuchstabe "E“

Definitionen Anfangsbuchstabe "F“

Definitionen Anfangsbuchstabe "G“

Definitionen Anfangsbuchstabe "H“

Definitionen Anfangsbuchstabe "I“

Idiopathisch/Idiopathie

Zunächst: Der Begriff hat nichts mit dem im Alltagssprachgebrauch benutzen "Idioten“ zu tun. Genutzt wird dieser Begriff zumeist von Medizinern, wenn sie für eine Symptomatik oder Erkarnkung keine fassbare Ursache finden. Natürlich könnten sie auch sagen "Wir wissen (noch) nicht, um was es sich hier handelt!“, aber auf altgriechisch ausgedrückt klingt das doch viel kompetenter… Das sollte Sie jedoch nicht davon abhalten, nachzufragen, eine Zweit-Meinung einzuholen und dranzubleiben – schließlich ist es Ihr Leben, Ihr Körper, Ihre Seele!

Definitionen Anfangsbuchstabe "J“

Definitionen Anfangsbuchstabe "K“

Definitionen Anfangsbuchstabe "L“

Lavriert(e Depression),

Definitionen Anfangsbuchstabe "M“

Maligne, Malignom, Minderwertigkeitskomplex

Definitionen Anfangsbuchstabe "N“

Nervenkrank, Narzissmus

Definitionen Anfangsbuchstabe "O“

obstruktiv (z. B. im Zusammenhang von COPD)

Definitionen Anfangsbuchstabe "Ö“

Ödipus-Komplex,

Definitionen Anfangsbuchstabe "P“

Persönlichkeitsstörung(en), Psychose, Parafunktional(e) Loyalitäten (Bohne)

Definitionen Anfangsbuchstabe "Q“

Quarantäne,

Definitionen Anfangsbuchstabe "R“

Regression

Definitionen Anfangsbuchstabe "S“

Stigmatisierung,

Definitionen Anfangsbuchstabe "T“

Tourette-Syndrom

Definitionen Anfangsbuchstabe "U“

Ultraschall(-Untersuchung, auch Sonographie

Definitionen Anfangsbuchstabe "Ü“

Übertragung

Definitionen Anfangsbuchstabe "V“

Verfolgungswahn

Definitionen Anfangsbuchstabe "W“

Wahn(-sinn)

Definitionen Anfangsbuchstabe "X“

Xenophobie,

Definitionen Anfangsbuchstabe "Y“

Y

Definitionen Anfangsbuchstabe "Z“

Z

 

 

A

Text


 

 

K

Krank, Krankheit

krank (Adjektiv): das Wort geht auf mittelhochdeutsch kranc "schmal; schwach“ und ahd. kranc "hinfällig“ zurück und ist verwandt mit dem altnorddeutschen krangr "hinfällig“ und altengl. crinc(g)an "verderben, faulen“; die weitere Herkunft ist nicht gesichert; erst nach mittelhochdeutscher Zeit ersetzte krank das bis dahin vorherrschende siech in ders. Bed.; das Verb kränken "Kummer zufügen, verletzen“ geht auf mittelhochdeutsch krenken "schwächen, schädigen“ zurück und wurde sowohl lautlich wie auch in seiner heutigen Bedeutung an krank angelehnt. (Quelle: Wahrig, Druckausgabe)

Die Definition dieses Begriffes ist keine Lappalie! Allzuoft wird er unscharf definiert gebraucht. Das führt sowohl zu falschen Diagnosen, Deutungen, Behandlungen bis hin zur Stigmatisierung.

Aus meiner Sicht macht es Sinn, zwei Be-Deutungen zu unterscheiden:

  1. Eine eher umgangssprachliche Deutung im Sinne von "Krank sein bedeutet einen Zustand verminderter Leistungsfähigkeit, der auf Funktionsstörungen von einem oder mehreren Organen, der Psyche oder des gesamten Organismus beruht und zurückgeht. Diese Störungen werden ihrerseits durch strukturelle Veränderungen von Zellen und Geweben hervorgerufen.“ (Quelle: Pschyrembel klinisches Wörterbuch, Verlag deGruyter, 267. Auflage 2017, ISBN 978-3-11-049497-6), aber auch und wesentlich weiterführend…
  2. Krankheiten sind körperliche und/oder seelische Reaktionen auf ein Umfeld, dass nicht oder unzureichend die biologischen und sozialen Grundbedürfnisse eines Menschen befriedigt (Ausgenommen jene, die nachweislich durch genetische Bedingungen, Unfälle, Vergiftungen oder Drogenkonsum bedingt sind (siehe auch Hinweis auf Psychosomatik).

Völlig selbstverständlich schätze ich die Errungenschaften der Medizin – sowohl der sogen. Schulmedizin wie auch alternativer Ansätze sehr: Wie segensreich ist es, dass wir Untersuchungsverfahren wie Röntgen, CT & Co. und Medikamente zur Verfügung haben. Viele Menschen wären nicht mehr unter uns, unendlich Leid hätte weiter ausgehalten werden müssen, wenn es all das nicht gäbe, und man zum Zähneziehen immer noch wie im Mittelalter zum "Bader“ gehen müsste, der dem kariösen Backenzahn mit nicht allzu einfühlsamen Mitteln zu Leibe gehen würde!

Und dennoch: Für allzuviele – und gerade bei psychische "Erkrankungen“ Krankheiten wird sowohl von den Fachleuten wie von den Betroffenen der Begriff im Sinne eines "eingefangenen Schnupfens“ gebraucht. Soziale Faktoren, also der Einfluss der Umwelt – und damit meine ich gerade nicht die Viren, Bakterien und anderen kleinen "Mistviecher“ (die ja auch Nützliches in unserem Organismus bewirken und in vielen Fällen sogar lebensnotwendig sind, man denke nur an Darmbakterien…) werden zu oft ausgeblendet. Würde man diese schwerer gewichten, dann…

Richtig spannend wird es, wenn man die Erkenntnisse der Psychosomatik mit in die Begriffsbestimmung mit einbezieht oder sogar regelrecht radikal anwendet. (Grundsätzlich nahezu alle sogenannten Krankheiten als psychisch bedingt, hirnorganisch, Verletzung, genetisch bedingt, Unfall/Vergiftungen und Drogenverursacht, Zusammenhänge an Beispielen erläutern, Mittelohrentzündung, Hauterkrankungen, Magen-Darm, Rücken, etc.)

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P

Psychosomatik

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Sofortmaßnahmen am seelischen Unfallort

Die psychologische "Rettungskette“

Beitragsbild Rettungskette

In der 1. Hilfe, die sich in erster Linie auf körperliche Beschwerden, also Krankheiten und Unfallfolgen bezieht, gibt es die sogenannte "Rettungskette“ – eine Abfolge von Maßnahmen, die sich im Laufe der Zeit aus der Erfahrung vieler Unfälle und Akut-Krankheiten entwickelt hat, eben weil sich diese Maßnahmen und die Reihenfolge bewährt hat.

 

In diesem Beitrag finden Sie zunächst noch einmal die klassische Rettungskette zur Auffrischung, weiter unten dann die weitgehend unbekannten "Sofortmaßnahmen am seelischen Unfallort“ zur Selbsthilfe und für andere Menschen.

Je mehr Menschen diese Schritte wirklich auswendig lernen und beherrschen, desto schneller kann wirkungsvolle Hilfe einsetzen und Leid oder gravierendere Folgen gemildert und gelindert werden. Außerdem: Vielleicht sind Sie selbst ja demnächst unverhofft betroffen…

 

Die klassische Rettungskette

Da die meisten Menschen sich nicht mehr wirklich an diese Rettungskette erinnern können – obwohl sie im Kurs "Sofortmaßnahmen am Unfallort“ gelehrt wurde, der verpflichtend für den Erwerb eines Führerscheins vorgeschrieben ist – hier nochmal zuerst die klassische Rettungskette zur Erinnerung:

  1. Absicherung der Einsatzstelle (Unfallstelle, auch Ort, wo jemand anderweitige Hilfe in einer Gefahrensituation benötigt, beispielsweise wegen akuten Krankheitssymptomen, Gefahr des Ertrinkens, Erstickens, etc.), Eigensicherung – konkret: Absicherung, Anlegen einer Warnweste, Verlassen einer Gefahrensituation (Gasaustritt, Rauchgas, etc.), sich hinter einer Leitplanke in Sicherheit bringen, Selbstsicherung durch Anseilen/Anleinen (z. B. bei der Wasserrettung), Anlegen von Handschuhen (2 Paar sind in jedem Standard-DIN-Verbandskasten obligatorisch vorhanden), etc.
  2. Notruf absetzen, dabei die goldenen "W´s“ beachten: Wer meldet (Name), Wo ist die Notlage (…dabei möglichst präzise sein!), Was ist passiert (hier empfiehlt sich eine knappe, kurze Zusammenfassung, keine Romane…), um Wieviele (Verletzte, Betroffene) geht es (die Einsatzleitstelle braucht diese Angabe, um die Menge und Auswahl an Rettungsmitteln disponieren zu können, es ist also ein Unterschied, ob es um einen Autounfall mit einem leichtverletzten oder um ein Mehrfamilienhaus im Vollbrand handelt), und schließlich ganz wichtig: Warten auf Rückfragen (in der Aufregung legt mancher nach der Meldung einfach auf. Bleibt der/die Meldende jedoch in der Leitung können wichtige Rückfragen gestellt und sogar eine Wiederbelebung begleitet angeleitet werden – und: Man ist nicht mehr allein mit der Lage, Profis sind – wenn auch "nur“ per Telefon ständig an der Seite!).
  3. (Lebensrettende) Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten: Solche Maßnahmen können beispielsweise sein: Stillen von starken Blutungen, lagern in die stabile Seitenlage, die Schocklage (Beine hoch) oder andere entlastende Lagerungen (Oberkörper aufrecht bei Herzinfarkt) oder Lagerungen, die eine Verschlimmerung bestehender Verletzungen verhindern (z. B. Fixierung des Kopfes bei Verdacht auf (Hals-)Wirbelsäulenverletzungen nach Sturz, etc.). Und selbstverständlich die Herz-/Lungen-Wiederbelebung (Herzdruckmassage geht vor Beatmung, ggf. Sofortmaßnahmen-Kurs wiederholen oder Infovideos im Internet anschauen, zum Beispiel hier).
  4. Eintreffen des Rettungsdienstes/ggf. auf sich aufmerksam machen, einweisen: Ist eigentlich selbsterklärend, wird jedoch dennoch immer wieder versäumt: Immer wieder "fahnden“ Rettungsdienstmitarbeiter nach der Einsatzstelle, weil sich niemand bemerkbar macht, immer wieder werden Hausnummern, Wohnungen, etc. zeitaufwändig gesucht. Dabei ist Zeit das knappste und wichtigste Gut bei der Rettung. Also: sobald mehrere Personen verfügbar sind, sollte sich einer oder eine darum kümmern, den Profis-Rettungskräften den Weg zu weisen!
  5. Rettungskette Profis

  6. (Ab hier zuständig: Rettungsdienst): Stabilisierung, Herstellung der Transportfähigkeit: Ab hier haben Sie als Ersthelfer allenfalls assistierende Funktion (Halten von Infusionen, ggf. Beibringung von Personaldokumenten, Arztbriefen, aus dem Weg räumen von beim Abtransport störenden Möbelstücken, etc.). Der Rettungsdienst kümmert sich nun darum, nach einer Diagnose die notwendigen Entscheidungen zu treffen (Stationäre Behandlung nötig, ggf. Nachforderung Notarzt/Tragehilfe Feuerwehrkräfte, Herstellung der Transportfähigkeit und Entscheidung über das optimale Transport- (Tragesystem von Vakuummatratze über Schaufeltrage bis Tragestuhl), und Rettungsmittel (KTW, RTW, Rettungshubschrauber).
  7. (Zuständig: Rettungdienst): Transport zum nächstgelegenen, geeigneten Krankenhaus/Notaufnahme: Nachdem die Transportfähigkeit hergestellt ist oder zum Ende der Maßnahmen hierzu wird der Rettungsdienst klären, welches Krankenhaus ein freies Bett für die notwendige Weiterbehandlung frei hat und wird den Transport – maximal schonend wie zügig – durchführen. Ggf. können Sie den/die Betroffene(n) begleiten.
  8. (Zuständigkeit: Krankenhaus): Behandlung in der Notaufnahme/ggf. Weiterbehandlung ambulant/stationär/intensivmedizinisch: Auch hier haben Sie wieder eine Assistenzfunktion – ich sage bewusst nicht "nur“ eine Assistenzfunktion: Sie können – falls sie eine persönliche Bekanntschaft besteht – den Profis durchaus wertvolle Hinweise geben, z. B. durch Angabe von Vorerkrankungen, Medikationen, bestehende Verfügungen (Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Organspendeausweis). Das spart auch hier Zeit und beschleunigt hilfreiche Entscheidungen der Profis.

Wie wenig oft von dem Sofortmaßnahmen-Kurs zum Führerschein an Wissen und praktischem Können übrig geblieben ist, zeigt sich oft in konkreten Unfallsituationen. Denken Sie also ruhig einmal darüber nach, ob Ihnen die Auffrischung Ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten ca. 25 – 25 € und ein Samstag wert ist – es kann schon heute wichtig sein, es können Menschen betroffen sein, die Ihnen lieb und teuer sind (wobei alle anderen es natürlich auch wert sind) und: Je mehr diese Auffrischung machen, desto eher haben auch Sie selbst eine größere Chance auf kompetente Hilfe im Notfall!

Meine Empfehlung: Eine gute Adresse für Auffrischungskurse ist die MAUS-Seminare gGmbH, dort mache ich meine all-zweijährliche Auffrischung. Natürlich können Sie sich auch an jede der anerkannten Hilfsorganisationen wie Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter, Malteser, ASB, usw. wenden: Auf den Webseiten dieser Organisationen finden Sie bestimmt auch einen 1. Hilfe-Kurs in Ihrer Nähe! Und falls nicht: Vielleicht finden sich ja genug Gleichgesinnte in Ihrem Verein, Ihrer Nachbarschaft, etc. – und dann führen diese Organisationen bei ausrechender Mindestteilnehmerzahl (ca. 20) oft sogar eine Exklusiv-Veranstaltung durch!

 

 

Die seelische Rettungskette

Auch bei seelischen Ausnahmesituationen haben sich bestimmte Maßnahmen zur Stabilisierung und zur Hilfestellung bzw. zum aktiven Nachfragen nach Hilfe bewährt. Diese lassen sich ähnlich der oben dargestellten Rettungskette in eine logische Reihenfolge nach Dringlichkeit und Wichtigkeit sortieren.

Situationen, für die diese Maßnahmen gedacht sind:

  • Überflutung mit traumatischen Gefühlen oder akuten Zuständen von extremer Trauer, Schmerz oder Angst, die sich auf aktuelle Ereignisse beziehen;
  • Akute Panikattacke, die nicht mehr mit eigenen "Bordmitteln“ angefangen werden kann;
  • Akute Suizidgedanken;
  • Wahnhafte Empfindungen und Wahrnehmungen (Beispiele: Der Tagesschausprecher hat ganz spezielle Botschaften nur für mich im Programm, das Auftauchen von roten Fahrzeugen signalisiert mir das kommende Ende der Welt, spontane Vergrößerung oder Verkleinerung von Gegenständen im Sichtfeld, o. ä.;
  • …und alle weiteren seelischen Zustände, in denen man sich nicht mehr mit den Mitteln üblicher Allgemeinbildung selbst allein helfen zu helfen weiß.

Zu unterscheiden ist bei der seelischen Rettungskette, ob es sich um Selbsthilfe oder Hilfe für andere Menschen handelt.

Seelische Rettungskette zur Selbsthilfe

Vorweg ein wichtiger Hinweis: Die Tipps zur Selbsthilfe ersetzen im Notfall nicht die kompetente Hilfe durch erfahrene, einfühlsame Profis. Sie sind auf eigene Verantwortung anzuwenden, inbesondere der Verantwortung, zu erkennen und zu entscheiden, wann die Kräfte zur Selbsthilfe enden! Scheuen Sie sich nicht, Hilfe anzunehmen!

  1. Absicherung der "Einsatzstelle“: Die Einsatzstelle ist hier die eigene psychische Gesundheit, das Behalten von Handlungsfähigkeit und (Selbst-)Kontrolle. Auch hier kann man etwas für die Absicherung tun: Wenn Sie spüren, dass eine psychische Notlage aufkommt, können Sie zur Absicherung z. B. sofort eine vertrauenswürdige Person anrufen – oder zur Not je nach Schwere der Notlage die Telefonseelsorge, die nächstgelegene Psychiatrische Ambulanz und – in allen Fällen die einheitliche Notrufnummer 112. So stellen Sie sicher, dass wenn die Lage noch schlimmer wird (Verlust der Selbstkontrolle und Orientierung, Bewusstlosigkeit, etc.), jemand sozusagen "bei Ihnen ist“ – und sei es auch "nur“ telefonisch, und im Falle des Falles professionelle Hilfe herbeiholen kann.
  2. Sollten Sie bereits von fachärztlicher Seite mit Notfallmedikamenten versorgt worden sein, so sollten Sie diese nach Verordnung (und wirklich nur innerhalb dieser Grenzen) vorrätig halten und einnehmen – oftmals stellt sich dann relativ schnell eine Linderung Ihrer Beschwerden ein. Informieren Sie Ihren ärztlichen Ratgeber oder Ratgeberin rechtzeitig, falls die Wirkung in ihrer Qualität abnimmt. Gemeinsam ist dann eventuell eine Änderung der Dosierung oder eine Umstellung abzustimmen. Ignorieren Sie mahnende Hinweise von extremen Pharmakritikern: Klar – Jedes noch so gute "Mittelchen“ ist nur eine symptomatisch lindernde Krücke, aber auch bei einem gebrochenen Bein darf man ja vorübergehend auf zusätzliche Stützen und andere Hilfsmittel zurückgreifen. Unnötiges seelisches Leiden muss nicht sein!
  3. Nun folgen Tipps und Hinweise, die Sie bitte je nach individueller Notlage auswählen wollen. Finden Sie die passende Technik, Methode oder Hilfsmittel Ihrer Wahl! Teilweise sind auch ganz konkrete Diagnosen angegeben…
  4. Selbsthilfe bei Panikattacken mit Atemnot: (Atmung in Tüte, Co)
  5. Außen-/Innenorientierung: (Was stabilisiert eher)
  6. Konstruktive Selbstgespräche: (Sich gut zureden, Formeln, Reime)
  7. Allgemeine Selbsthilfe bei Erregungszuständen und überflutenden Gefühlen: (Atemtechniken, 3-8/4-11-Atmung, AT-Haltung)
  8. Sogen. Schmetterlingsumarmung/Schmetterlingsklopfen: (Arme überkreuzen, bilaterale Stimulation…)
  9. EMDR in der Selbstanwendung: (Kurzerläuterung)

 

Seelische Rettungskette zur Hilfe Dritter

"Tausend Mal gespürt – tausend Mal ist nix passiert“

Sofortmaßnahmen: Aufmerksamkeitslenkung nach außen oder innen, je nachdem, wo eine bessere Orientierung zur Verfügung steht

Angst: Erwartung, in die Zukunft projizierten Befürchtung einer unangenehmen Konsequenz auf Grund einer unangenehmen Erfahrung in einer Lebensphase mit beschränkter Handlungsfreiheit

Von der Kind GmbH (Geschöpf mit beschränkter Handlungsfreiheit) zur Ich-AG…

(An diesem Beitrag wird noch gearbeitet, bitte schauen Sie später noch einmal vorbei!)


Bildnachweis(e): Photo "Blaulicht“ Bild von fsHH auf Pixabay; Photo "RTW in Anfahrt“ Bild von Golda Falk auf Pixabay

Psychiatriekritik: Der Fluch der Diagnosen

Diagnosen: Die erneute Traumatisierung

"Jetzt weiß ich endlich, was ich habe: Meine Ärzte haben bei mir eine Borderline-Störung diagnostiziert! Jetzt wissen wir, wo es lang geht!“

Die Erinnerung an diesen Ausspruch der Enkelin einer lieben Freundin lässt mir heute noch einen Schauer über den Rücken laufen!

In der Psychologie/Psychiatrie ist es gängige Praxis, Patienten immer wieder Diagnosen zu verpassen, die zu den Kategorien der sogenannten Anpassungsstörungen oder Persönlichkeitsstörungen sortiert werden. Und mit jeder Auflage der Standardwerke, nach dem sogenannte Fachleute sogenannte psychische Erkrankungen benennen und einsortieren DSM IV/V und ICD-10 werden neue "Störungen“ hinzuerfunden – zu wessen Nutzen wohl? Ich denke: Auf keinen Fall zum Nutzen der Betroffenen!

Anstatt sich also den wirklichen Ursachen zuzuwenden und den oder die (Ver-)Störer – also Täter – klar zu identifizieren, zu benennen und dem Opfer zu helfen und es zu unterstützen, wird der Begriff "Opfer“ gar zu einer Beleidigung (und auf Schulhöfen zu einer Beschimpfung vom Niveau "Schwule Sau“, die natürlich ebenso abzulehnen ist) und nicht selten wird bei schweren Verstörungen, aus denen Opfer sich nur mit großer Mühe befreien können bzw. noch dabei sind, den Opfern auch noch unterstellt, die würden sich in ihrer Opferrolle gar wohl fühlen, diese Rolle nicht verlassen oder gar mit ihrem Opferverhalten die Täter zu einem Verhalten erpressen zu wollen (siehe Zitat Andreas Winter auf der CD "Heilen ohne Medikamente“ wörtlich: "…oder willst Du gar immer noch Mutterliebe erpressen?“);

(An diesem Beitrag wird noch gearbeitet, bitte schauen Sie später noch einmal vorbei!

Psychiatriekritik: Täter-Opfer-Verdrehung

Überschrift

Vgl. merkwürdig unterschiedlicher Umgang mit körperlich misshandelten Kindern und "nur“ seelisch misshandelten oder vernachlässigten, ungeliebten, zu Unrecht beschuldigten Kindern (auf das Gehirn wirken seelische Schläge genau so wie körperliche)

Freud, Kernberg & Co. und deren Einflüsse auf heutigen Umgang mit Patienten

Böse oder krank?

(An diesem Beitrag wird noch gearbeitet, bitte schauen Sie später noch einmal vorbei!

M. P. Klotz: Bücher/Veröffentlichungen

Lesenswert, hilfreich & informativ…

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Buch: Warten auf einen Therapieplatz

So helfen Sie sich selbst während Wartezeit und zwischen den Sitzungen!

Selbsthilfe-Ratgeber mit Therapeuten-Checkliste & Therapieführer

Buchumschlag Warten auf einen Therapieplatz

Buch: Warten auf einen Therapieplatz

Umschlagtext

"Die vielleicht wichtigsten Schritte zurück zu gesunder Autonomie, Lebensfreude und Gesundheit sind die Wiedererinnerung an den Teil des Selbst, der auch schwerste Traumatisierungen unbeschadet übersteht, und an den unzerstörbaren Selbstwert.“

Das schwere Leiden nach einer Traumatisierung ist für jede(n) Betroffene(n) schon anstrengend genug, die Entscheidung für eine Therapie häufig ein schwerer Schritt, doch dann beginnt meist ein weiterer Leidensweg: Die Suche nach einem passenden Therapeuten, einer passenden Therapeutin, die Qual der Wahl einer individuell stimmigen und passenden Therapieform aus einem schier unüberschaubaren Angebot von "klassisch“ bis "esoterisch“, die Klärung der Honorarfrage, die Organisation der Vereinbarkeit mit Berufs- und Privatleben… – die Liste der Herausforderungen erscheint oft schier unendlich und ist
eine zusätzliche Belastung!

In diesem Selbsthilfe-Ratgeber finden Betroffene eine schnelle und verständliche Orientierung durch den Dschungel von – allzu oft stigmatisierenden Diagnosen, Fachbegriffen, und – vielleicht am wichtigsten: Viele konkrete praxiserprobte Strategien, Tipps und Ratschläge, wie sie die quälende Wartezeit vor einer oft langersehnten ambulanten, teil- oder vollstationären Therapie überbrücken können, wie sie sich selbst zwischen den Therapieeinheiten Sicherheit und Stabilität geben können, und verlorene Autonomie wieder zurück gewinnen. Checklisten und viele einfach verständliche Übersichten erleichtern das Verständnis und die Anwendung.

Michael P. Klotz ist seit mehr als 20 Jahren Psychologischer Berater & Coach. In das Werk sind sowohl eigene, persönliche Lebenserfahrungen als auch die Erfahrungen aus langjähriger Praxis eingeflossen. Dabei kommt auch die Kritik an etablierten Strukturen und Inhalten nicht zu kurz…

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Buch: Jetzt nehm ich mir mein Leben…

und lebe endlichz selbstbestimmt, anstatt es wegzuwerfen!

Selbsthilfe-Ratgeber mit Therapeuten-Checkliste & Therapieführer

Buchumschlag: Jetzt nehm ich mir mein Leben

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Umschlagtext

Niemand wird morgens einfach wach und denkt sich: "Ach, wir könnten uns eigentlich heute mal das Leben nehmen!“ – das vielleicht Wertvollste, was wir selbst in der Hand haben! Abgesehen von wenigen Ausnahmen (siehe letztes Kapitel) ist ein Suizid(-versuch) oft Hilferuf in scheinbar ausweglosen Lagen.

Die Gründe, die Menschen dazu veranlassen, ihre eigene Lage als ausweglos anzusehen, sind vielfältig – das reicht von einfachem "Liebeskummer“ über Situationen einer Überschuldung bis hin zu wahnhaft verzerrten Lage-Einschätzungen, die sogar den Schutz der Betroffenen gegen den eigenen Willen rechtfertigen. Fakt ist: 99 % derjenigen, die einen tatsächlich ganz ernsthaft unternommenen Selbsttötungsversuch überlebt haben, sagen allesamt nachher: "Mein letzter Gedanken war: Das ist ein Fehler!“ und freuen sich, dass es “schief gegangen“ ist – und haben oft aus ihrem Leben noch etwas richtig Schönes und Gelungenes gemacht!

In diesem Selbsthilfe-Ratgeber finden sowohl Betroffene und Mitbetroffene eine schnelle und verständliche Orientierung durch den schier unübersichtlichen Dschungel an Hilfeleistungen im Akutfall, und – vielleicht am allerwichtigsten: Viele konkrete praxiserprobte Strategien, Tipps und Ratschläge, wie sie wieder einen klaren Blick ihrer Lage, Kraft, Sicherheit und Stabilität erlangen können, verlorene Handlungsspielräume für bessere Alternativen erkennen und ihre volle Autonomie wieder zurück gewinnen. Diverse Checklisten und viele einfache, verständliche Übersichten sowie zusätzliches Material im Web erleichtern das Verständnis und die Anwendung.

Michael P. Klotz ist seit mehr als 20 Jahren Psychologischer Berater & Coach. In das Werk sind sowohl eigene, persönliche Lebenserfahrungen als auch die Erfahrungen aus langjähriger Praxis eingeflossen. Dabei kommt auch die Kritik an etablierten Strukturen und Inhalten nicht zu kurz…

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