Michael P. Klotz Beratungsangebot

Eigentlich müsste dieses Angebot überflüssig sein…

Mit dem Wort "eigentlich“ hat es so sein Besonderes: Es drückt aus, dass im Grunde genommen etwas ganz anders sein könnte, ja vielleicht sogar müsste, als es ist, aber weil Bedingungen eben doch anders sind oder waren, als sie es hätten sein sollen, ist "Etwas“ eben doch anders, und damit bestimmte Schritte, Entscheidungen und Maßnahmen notwendig.

Ein paar Beispiele mögen diese etwa sperrige Erläuterung anschaulich machen:

  • Eigentlich sollten, ja müssten sich alle Verkehrsteilnehmer rücksichtsvoll verhalten – im eigenen Interesse wie im Interesse aller. Das würde zum Beispiel ganz konkret bedeuten, sie würden bei schlechtem Wetter, eingeschränkter Sicht oder Straßenglätte ihr Tempo reduzieren, sie würden auf schwächere, langsamere Verkehrsteilnehmer achtsam reagieren, Abstand halten, Rettungsgassen bilden und sich ganz selbstverständlich nicht nach dem "Genuss von Alkohol oder Drogen ans Steuer setzen.

    Eigentlich wären also Verkehrsregeln, ja sogar Verkehrszeichen verzichtbar, würden alle das Rücksichtgebot der ersten Paragraphen der Straßenverkehrsordnung wie eine Art inneres Gesetz beachten. Doch leider ist dem nicht so. Und deshalb umfasst die StVo XY Paragraphen, und zwingt uneinsichtige Verkehrsteilnehmer mit einer Androhung von Bußgeldern und Strafen zu einem Verhalten, dass allen dazu dient, einigermaßen unfall- und gefahrenfrei ihr individuelles Ziel zu erreichen bzw. versucht mit Bestrafung Uneinsichtige zu erziehen.

  • Eigentlich (Zweites Beispiel) würde diese Erde ausreichen, um eine ganz üppige Anzahl an Menschen, Tieren, Pflanzen usw. für die Zeit ihrer Lebensspanne…
  • Und schließlich was unser Thema angeht: Eigentlich

Stellen wir uns nur einmal vor…

die Welt wäre ein bisschen anders, als sie ist.

Natürlich hätte das eine ganze Reihe gravierender Veränderungen zur Folge, Veränderungen in den Formen unseres Zusammenlebens, Veränderungen für das Schulsystem, Veränderungen in der Wirtschaft, etc., dann dann…

  • Gäbe es Formen des Zusammenlebens, die sich ganz besonders der empfindlichsten Phase des Aufwachsens und Hineinwachsens in diese Welt widmen würde
  • Andere Schulformen
  • etc.

Alles nur Illusion, Sozialromantik, Spinnerei?

Ich antworte darauf mit einem Liedzitat: "You may ay, i´m a dreamer, but i`m not the only one!“ Und: Schauen wir uns doch die Alternativen an, die landauf und landab schon entstanden sind: (Kapriole, generationsübergreifende Communitys, Gemeinwohl-Wirtschaft, etc.)

– Und dann brauchte es wahrscheinlich wirklich keine Berater, Coaches, ein ganzes Heer an Psychologen, Psychiater, Fachärzte für Neurologie, Psychiatrie, Heilpraktiker für Psychotherapie, usw. mehr! Wenn mal ein Konflikt aufträte – was wohl unvermeidlich ist, dann gäbe es da vielleicht eine Art Rat, oder man würde das Ganze in der Gruppe klären – klären auf der Grundlage gemeinsamer, verbindender Werte…

Aber die Welt ist nun einmal so, wie sie ist.

Anscheinend werden viele Menschen aus dem Schaden und Leiden ihrer Vorfahren eben nicht schlau oder gar weise ("Der Kluge lernt aus seinen Fehlern, der Weise aus den Fehlern, die andere schon gemacht haben und der Dumem weder aus dem einen noch dem anderen!“ (unbekannter Verfasser), und produzieren deren und immer neue Fehler in Serienproduktion.

Das führt zu einer Menge Leid. Ganz individuellen Leid und kollektivem Leid, also Leid von ganzen Gruppen, sozialen Schichten, Rassen, Menschen bestimmter geschlechtlicher Ausrichtung, religiösem Glauben, etc.

(An dieser Seite wird noch gearbeitet, wir bitten um etwas Geduld: Bitte schauen Sie später noch einmal vorbei! Herzlichen Dank für Ihr Verständnis!)

Coaching

Selbstcoaching

Krisenintervention

Wohnungslosen-Hilfe

Hilfreiche Zitate

"Der Kluge lernt aus eigenen Erfahrungen,

…der Weise aus den Erfahrungen anderer, und der Unbelehrbare weder aus dem einen noch aus dem anderen!“ (Unbekannter Autor)

Okay, das ist schon wieder ein Zitat, aber gibt es eine bessere Überschrift für eine Seite, einen Beitrag, in dem es um Zitate geht?

Auf dieser Seite soll es um die ergänzende Kommentierung und in einigen Fällen weiteres Material zu diesen gehen, die Sie auf den Einzelseiten oben rechts unter dem Such-Fenster eingeblendet sehen.

Orientierung

„Bringt mich das, was ich jetzt gerade tue, wirklich meinen Zielen näher?“ (Michael P. Klotz

Zu diesem Zitat gibt es einen Erinnerungs-Kaffeebecher und eine Art "Gebrauchsanweisung oder Bedienungsanleitung, die ich gerne mal an Freunde und Klienten verschenke.


Neuentscheidung

"Deine jetzigen Lebensumstände sind das Resultat deiner Entscheidungen, die Du bisher getroffen hast, und der fremden Entscheidungen, die Du zugelassen hast. Wenn es Dir nicht gefällt: Triff neue Entscheidungen! Du darfst Dich neu entscheiden, schließlich ist es Dein Leben!“ Michael P. Klotz

Ergänzung: Lorem, nicht nur zu Silvester, jeder Tag kann Dein "Neujahr“, Dein Neuanfang sein!


Definitionen

Klartext: Begriffe A-Z , einfach erklärt

"Du bist ja krank!“, "Du hast eine schwere Grippe – och Du Armer: Kann ich mit einer Hühnersuppe vorbeikommen?“, "Depression ist eine Krankheit! Und die ist chronisch!“ – Nahzu überall im Alltag wird man immer einmal wieder mit dem Begriff "Krankheit“, "krank“ und Aussagen wie oben konfrontiert – mal eher mitfühlend, mal regelrecht beleidigend und in einigen Fällen geradzu auf ungeheuerliche Weise bösartig. Krankheiten bzw. die Deutungshoheit über sie "gehören“ üblicherweise den Ärzten, in Ausnahmefällen Heilpraktikern, manchmal auch Beratern und Coaches sowie dem assistierenden PflegemitarbeiterInnen (Den Begriff -personal lehne ich ab, weil er m. E. eher ins 19. Jahrhundert gehört, wo das Dienstpersonal untertänigst dienend und allenfalls als notwendiges Übel im Souterrain geduldet wurde). Warum? Weil der Umgang mit Krankheiten, deren Behandlung, Linderung oder gar Heilung je nach Schweregrad Sach- und Fachverstand sowie Erfahrung benötigt. Bei einem harmlosen Schnupfen…

Zu guter Letzt sollen es diese Definitionen Ihnen auch erleichtern, das noch zu viel häufig gepflegten Fachchinesisch von sogenannten "Fachleuten“ zu entschlüsseln und durchaus im Sinne eines guten Patientenrechtes auf verständliche Aufklärung und Information vor irgendwelchen Maßnahmen eine bewusste Entscheidung nach dem Maßstab treffen zu können: „Tut mir das, was die hier mit mir machen wollen, wirklich gut – oder eben auch nicht?“

 

Stichwörter: Halbgötter in Weiß, Arztirrtümer, historisch einmal falsch geprägte Annahmen werden nur ungern korrigiert, auf dem Gips eines gebrochenen Armes unterschreibt jeder gern aber was ist mit der gebrochenen Seele eines ehemals traumatisierten Kindes, das jetzt 28, 38 oder 68 Jahre alt ist…, keinen Respekt mehr vor der Approbation, viele Betroffene wissen mehr über "ihr“ Thema, als die Behandler, weil sie sich – gespeist aus einem unglaublichen Leidensdruck und aus der verzweifelten Suche nach (Er-)Lösungen und diversen Irrwegen und Fehlversuchen – so intensiv wie fast niemand sonst damit beschäftigt haben.

Definitionen Anfangsbuchstabe "A“

Angst, Asperger-Syndrom

Definitionen Anfangsbuchstabe "Ä“

Ätiologie

Definitionen Anfangsbuchstabe "B“

Borderline-Persönlichkeitsstörung (oder neu aber nicht besser:)

Definitionen Anfangsbuchstabe "C“

Definitionen Anfangsbuchstabe "D“

Depression

Depression, Demenz, Diarrhoe (Durchfall), Dysfunktion(al)

Definitionen Anfangsbuchstabe "E“

Definitionen Anfangsbuchstabe "F“

Definitionen Anfangsbuchstabe "G“

Definitionen Anfangsbuchstabe "H“

Definitionen Anfangsbuchstabe "I“

Idiopathisch/Idiopathie

Zunächst: Der Begriff hat nichts mit dem im Alltagssprachgebrauch benutzen "Idioten“ zu tun. Genutzt wird dieser Begriff zumeist von Medizinern, wenn sie für eine Symptomatik oder Erkarnkung keine fassbare Ursache finden. Natürlich könnten sie auch sagen "Wir wissen (noch) nicht, um was es sich hier handelt!“, aber auf altgriechisch ausgedrückt klingt das doch viel kompetenter… Das sollte Sie jedoch nicht davon abhalten, nachzufragen, eine Zweit-Meinung einzuholen und dranzubleiben – schließlich ist es Ihr Leben, Ihr Körper, Ihre Seele!

Definitionen Anfangsbuchstabe "J“

Definitionen Anfangsbuchstabe "K“

Definitionen Anfangsbuchstabe "L“

Lavriert(e Depression),

Definitionen Anfangsbuchstabe "M“

Maligne, Malignom, Minderwertigkeitskomplex

Definitionen Anfangsbuchstabe "N“

Nervenkrank, Narzissmus

Definitionen Anfangsbuchstabe "O“

obstruktiv (z. B. im Zusammenhang von COPD)

Definitionen Anfangsbuchstabe "Ö“

Ödipus-Komplex,

Definitionen Anfangsbuchstabe "P“

Persönlichkeitsstörung(en), Psychose, Parafunktional(e) Loyalitäten (Bohne)

Definitionen Anfangsbuchstabe "Q“

Quarantäne,

Definitionen Anfangsbuchstabe "R“

Regression

Definitionen Anfangsbuchstabe "S“

Stigmatisierung,

Definitionen Anfangsbuchstabe "T“

Tourette-Syndrom

Definitionen Anfangsbuchstabe "U“

Ultraschall(-Untersuchung, auch Sonographie

Definitionen Anfangsbuchstabe "Ü“

Übertragung

Definitionen Anfangsbuchstabe "V“

Verfolgungswahn

Definitionen Anfangsbuchstabe "W“

Wahn(-sinn)

Definitionen Anfangsbuchstabe "X“

Xenophobie,

Definitionen Anfangsbuchstabe "Y“

Y

Definitionen Anfangsbuchstabe "Z“

Z

 

 

A

Text


 

 

K

Krank, Krankheit

krank (Adjektiv): das Wort geht auf mittelhochdeutsch kranc "schmal; schwach“ und ahd. kranc "hinfällig“ zurück und ist verwandt mit dem altnorddeutschen krangr "hinfällig“ und altengl. crinc(g)an "verderben, faulen“; die weitere Herkunft ist nicht gesichert; erst nach mittelhochdeutscher Zeit ersetzte krank das bis dahin vorherrschende siech in ders. Bed.; das Verb kränken "Kummer zufügen, verletzen“ geht auf mittelhochdeutsch krenken "schwächen, schädigen“ zurück und wurde sowohl lautlich wie auch in seiner heutigen Bedeutung an krank angelehnt. (Quelle: Wahrig, Druckausgabe)

Die Definition dieses Begriffes ist keine Lappalie! Allzuoft wird er unscharf definiert gebraucht. Das führt sowohl zu falschen Diagnosen, Deutungen, Behandlungen bis hin zur Stigmatisierung.

Aus meiner Sicht macht es Sinn, zwei Be-Deutungen zu unterscheiden:

  1. Eine eher umgangssprachliche Deutung im Sinne von "Krank sein bedeutet einen Zustand verminderter Leistungsfähigkeit, der auf Funktionsstörungen von einem oder mehreren Organen, der Psyche oder des gesamten Organismus beruht und zurückgeht. Diese Störungen werden ihrerseits durch strukturelle Veränderungen von Zellen und Geweben hervorgerufen.“ (Quelle: Pschyrembel klinisches Wörterbuch, Verlag deGruyter, 267. Auflage 2017, ISBN 978-3-11-049497-6), aber auch und wesentlich weiterführend…
  2. Krankheiten sind körperliche und/oder seelische Reaktionen auf ein Umfeld, dass nicht oder unzureichend die biologischen und sozialen Grundbedürfnisse eines Menschen befriedigt (Ausgenommen jene, die nachweislich durch genetische Bedingungen, Unfälle, Vergiftungen oder Drogenkonsum bedingt sind (siehe auch Hinweis auf Psychosomatik).

Völlig selbstverständlich schätze ich die Errungenschaften der Medizin – sowohl der sogen. Schulmedizin wie auch alternativer Ansätze sehr: Wie segensreich ist es, dass wir Untersuchungsverfahren wie Röntgen, CT & Co. und Medikamente zur Verfügung haben. Viele Menschen wären nicht mehr unter uns, unendlich Leid hätte weiter ausgehalten werden müssen, wenn es all das nicht gäbe, und man zum Zähneziehen immer noch wie im Mittelalter zum "Bader“ gehen müsste, der dem kariösen Backenzahn mit nicht allzu einfühlsamen Mitteln zu Leibe gehen würde!

Und dennoch: Für allzuviele – und gerade bei psychische "Erkrankungen“ Krankheiten wird sowohl von den Fachleuten wie von den Betroffenen der Begriff im Sinne eines "eingefangenen Schnupfens“ gebraucht. Soziale Faktoren, also der Einfluss der Umwelt – und damit meine ich gerade nicht die Viren, Bakterien und anderen kleinen "Mistviecher“ (die ja auch Nützliches in unserem Organismus bewirken und in vielen Fällen sogar lebensnotwendig sind, man denke nur an Darmbakterien…) werden zu oft ausgeblendet. Würde man diese schwerer gewichten, dann…

Richtig spannend wird es, wenn man die Erkenntnisse der Psychosomatik mit in die Begriffsbestimmung mit einbezieht oder sogar regelrecht radikal anwendet. (Grundsätzlich nahezu alle sogenannten Krankheiten als psychisch bedingt, hirnorganisch, Verletzung, genetisch bedingt, Unfall/Vergiftungen und Drogenverursacht, Zusammenhänge an Beispielen erläutern, Mittelohrentzündung, Hauterkrankungen, Magen-Darm, Rücken, etc.)

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P

Psychosomatik

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Sofortmaßnahmen am seelischen Unfallort

Die psychologische "Rettungskette“

Beitragsbild Rettungskette

In der 1. Hilfe, die sich in erster Linie auf körperliche Beschwerden, also Krankheiten und Unfallfolgen bezieht, gibt es die sogenannte "Rettungskette“ – eine Abfolge von Maßnahmen, die sich im Laufe der Zeit aus der Erfahrung vieler Unfälle und Akut-Krankheiten entwickelt hat, eben weil sich diese Maßnahmen und die Reihenfolge bewährt hat.

 

In diesem Beitrag finden Sie zunächst noch einmal die klassische Rettungskette zur Auffrischung, weiter unten dann die weitgehend unbekannten "Sofortmaßnahmen am seelischen Unfallort“ zur Selbsthilfe und für andere Menschen.

Je mehr Menschen diese Schritte wirklich auswendig lernen und beherrschen, desto schneller kann wirkungsvolle Hilfe einsetzen und Leid oder gravierendere Folgen gemildert und gelindert werden. Außerdem: Vielleicht sind Sie selbst ja demnächst unverhofft betroffen…

 

Die klassische Rettungskette

Da die meisten Menschen sich nicht mehr wirklich an diese Rettungskette erinnern können – obwohl sie im Kurs "Sofortmaßnahmen am Unfallort“ gelehrt wurde, der verpflichtend für den Erwerb eines Führerscheins vorgeschrieben ist – hier nochmal zuerst die klassische Rettungskette zur Erinnerung:

  1. Absicherung der Einsatzstelle (Unfallstelle, auch Ort, wo jemand anderweitige Hilfe in einer Gefahrensituation benötigt, beispielsweise wegen akuten Krankheitssymptomen, Gefahr des Ertrinkens, Erstickens, etc.), Eigensicherung – konkret: Absicherung, Anlegen einer Warnweste, Verlassen einer Gefahrensituation (Gasaustritt, Rauchgas, etc.), sich hinter einer Leitplanke in Sicherheit bringen, Selbstsicherung durch Anseilen/Anleinen (z. B. bei der Wasserrettung), Anlegen von Handschuhen (2 Paar sind in jedem Standard-DIN-Verbandskasten obligatorisch vorhanden), etc.
  2. Notruf absetzen, dabei die goldenen "W´s“ beachten: Wer meldet (Name), Wo ist die Notlage (…dabei möglichst präzise sein!), Was ist passiert (hier empfiehlt sich eine knappe, kurze Zusammenfassung, keine Romane…), um Wieviele (Verletzte, Betroffene) geht es (die Einsatzleitstelle braucht diese Angabe, um die Menge und Auswahl an Rettungsmitteln disponieren zu können, es ist also ein Unterschied, ob es um einen Autounfall mit einem leichtverletzten oder um ein Mehrfamilienhaus im Vollbrand handelt), und schließlich ganz wichtig: Warten auf Rückfragen (in der Aufregung legt mancher nach der Meldung einfach auf. Bleibt der/die Meldende jedoch in der Leitung können wichtige Rückfragen gestellt und sogar eine Wiederbelebung begleitet angeleitet werden – und: Man ist nicht mehr allein mit der Lage, Profis sind – wenn auch "nur“ per Telefon ständig an der Seite!).
  3. (Lebensrettende) Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten: Solche Maßnahmen können beispielsweise sein: Stillen von starken Blutungen, lagern in die stabile Seitenlage, die Schocklage (Beine hoch) oder andere entlastende Lagerungen (Oberkörper aufrecht bei Herzinfarkt) oder Lagerungen, die eine Verschlimmerung bestehender Verletzungen verhindern (z. B. Fixierung des Kopfes bei Verdacht auf (Hals-)Wirbelsäulenverletzungen nach Sturz, etc.). Und selbstverständlich die Herz-/Lungen-Wiederbelebung (Herzdruckmassage geht vor Beatmung, ggf. Sofortmaßnahmen-Kurs wiederholen oder Infovideos im Internet anschauen, zum Beispiel hier).
  4. Eintreffen des Rettungsdienstes/ggf. auf sich aufmerksam machen, einweisen: Ist eigentlich selbsterklärend, wird jedoch dennoch immer wieder versäumt: Immer wieder "fahnden“ Rettungsdienstmitarbeiter nach der Einsatzstelle, weil sich niemand bemerkbar macht, immer wieder werden Hausnummern, Wohnungen, etc. zeitaufwändig gesucht. Dabei ist Zeit das knappste und wichtigste Gut bei der Rettung. Also: sobald mehrere Personen verfügbar sind, sollte sich einer oder eine darum kümmern, den Profis-Rettungskräften den Weg zu weisen!
  5. Rettungskette Profis

  6. (Ab hier zuständig: Rettungsdienst): Stabilisierung, Herstellung der Transportfähigkeit: Ab hier haben Sie als Ersthelfer allenfalls assistierende Funktion (Halten von Infusionen, ggf. Beibringung von Personaldokumenten, Arztbriefen, aus dem Weg räumen von beim Abtransport störenden Möbelstücken, etc.). Der Rettungsdienst kümmert sich nun darum, nach einer Diagnose die notwendigen Entscheidungen zu treffen (Stationäre Behandlung nötig, ggf. Nachforderung Notarzt/Tragehilfe Feuerwehrkräfte, Herstellung der Transportfähigkeit und Entscheidung über das optimale Transport- (Tragesystem von Vakuummatratze über Schaufeltrage bis Tragestuhl), und Rettungsmittel (KTW, RTW, Rettungshubschrauber).
  7. (Zuständig: Rettungdienst): Transport zum nächstgelegenen, geeigneten Krankenhaus/Notaufnahme: Nachdem die Transportfähigkeit hergestellt ist oder zum Ende der Maßnahmen hierzu wird der Rettungsdienst klären, welches Krankenhaus ein freies Bett für die notwendige Weiterbehandlung frei hat und wird den Transport – maximal schonend wie zügig – durchführen. Ggf. können Sie den/die Betroffene(n) begleiten.
  8. (Zuständigkeit: Krankenhaus): Behandlung in der Notaufnahme/ggf. Weiterbehandlung ambulant/stationär/intensivmedizinisch: Auch hier haben Sie wieder eine Assistenzfunktion – ich sage bewusst nicht "nur“ eine Assistenzfunktion: Sie können – falls sie eine persönliche Bekanntschaft besteht – den Profis durchaus wertvolle Hinweise geben, z. B. durch Angabe von Vorerkrankungen, Medikationen, bestehende Verfügungen (Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Organspendeausweis). Das spart auch hier Zeit und beschleunigt hilfreiche Entscheidungen der Profis.

Wie wenig oft von dem Sofortmaßnahmen-Kurs zum Führerschein an Wissen und praktischem Können übrig geblieben ist, zeigt sich oft in konkreten Unfallsituationen. Denken Sie also ruhig einmal darüber nach, ob Ihnen die Auffrischung Ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten ca. 25 – 25 € und ein Samstag wert ist – es kann schon heute wichtig sein, es können Menschen betroffen sein, die Ihnen lieb und teuer sind (wobei alle anderen es natürlich auch wert sind) und: Je mehr diese Auffrischung machen, desto eher haben auch Sie selbst eine größere Chance auf kompetente Hilfe im Notfall!

Meine Empfehlung: Eine gute Adresse für Auffrischungskurse ist die MAUS-Seminare gGmbH, dort mache ich meine all-zweijährliche Auffrischung. Natürlich können Sie sich auch an jede der anerkannten Hilfsorganisationen wie Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter, Malteser, ASB, usw. wenden: Auf den Webseiten dieser Organisationen finden Sie bestimmt auch einen 1. Hilfe-Kurs in Ihrer Nähe! Und falls nicht: Vielleicht finden sich ja genug Gleichgesinnte in Ihrem Verein, Ihrer Nachbarschaft, etc. – und dann führen diese Organisationen bei ausrechender Mindestteilnehmerzahl (ca. 20) oft sogar eine Exklusiv-Veranstaltung durch!

 

 

Die seelische Rettungskette

Auch bei seelischen Ausnahmesituationen haben sich bestimmte Maßnahmen zur Stabilisierung und zur Hilfestellung bzw. zum aktiven Nachfragen nach Hilfe bewährt. Diese lassen sich ähnlich der oben dargestellten Rettungskette in eine logische Reihenfolge nach Dringlichkeit und Wichtigkeit sortieren.

Situationen, für die diese Maßnahmen gedacht sind:

  • Überflutung mit traumatischen Gefühlen oder akuten Zuständen von extremer Trauer, Schmerz oder Angst, die sich auf aktuelle Ereignisse beziehen;
  • Akute Panikattacke, die nicht mehr mit eigenen "Bordmitteln“ angefangen werden kann;
  • Akute Suizidgedanken;
  • Wahnhafte Empfindungen und Wahrnehmungen (Beispiele: Der Tagesschausprecher hat ganz spezielle Botschaften nur für mich im Programm, das Auftauchen von roten Fahrzeugen signalisiert mir das kommende Ende der Welt, spontane Vergrößerung oder Verkleinerung von Gegenständen im Sichtfeld, o. ä.;
  • …und alle weiteren seelischen Zustände, in denen man sich nicht mehr mit den Mitteln üblicher Allgemeinbildung selbst allein helfen zu helfen weiß.

Zu unterscheiden ist bei der seelischen Rettungskette, ob es sich um Selbsthilfe oder Hilfe für andere Menschen handelt.

Seelische Rettungskette zur Selbsthilfe

Vorweg ein wichtiger Hinweis: Die Tipps zur Selbsthilfe ersetzen im Notfall nicht die kompetente Hilfe durch erfahrene, einfühlsame Profis. Sie sind auf eigene Verantwortung anzuwenden, inbesondere der Verantwortung, zu erkennen und zu entscheiden, wann die Kräfte zur Selbsthilfe enden! Scheuen Sie sich nicht, Hilfe anzunehmen!

  1. Absicherung der "Einsatzstelle“: Die Einsatzstelle ist hier die eigene psychische Gesundheit, das Behalten von Handlungsfähigkeit und (Selbst-)Kontrolle. Auch hier kann man etwas für die Absicherung tun: Wenn Sie spüren, dass eine psychische Notlage aufkommt, können Sie zur Absicherung z. B. sofort eine vertrauenswürdige Person anrufen – oder zur Not je nach Schwere der Notlage die Telefonseelsorge, die nächstgelegene Psychiatrische Ambulanz und – in allen Fällen die einheitliche Notrufnummer 112. So stellen Sie sicher, dass wenn die Lage noch schlimmer wird (Verlust der Selbstkontrolle und Orientierung, Bewusstlosigkeit, etc.), jemand sozusagen "bei Ihnen ist“ – und sei es auch "nur“ telefonisch, und im Falle des Falles professionelle Hilfe herbeiholen kann.
  2. Sollten Sie bereits von fachärztlicher Seite mit Notfallmedikamenten versorgt worden sein, so sollten Sie diese nach Verordnung (und wirklich nur innerhalb dieser Grenzen) vorrätig halten und einnehmen – oftmals stellt sich dann relativ schnell eine Linderung Ihrer Beschwerden ein. Informieren Sie Ihren ärztlichen Ratgeber oder Ratgeberin rechtzeitig, falls die Wirkung in ihrer Qualität abnimmt. Gemeinsam ist dann eventuell eine Änderung der Dosierung oder eine Umstellung abzustimmen. Ignorieren Sie mahnende Hinweise von extremen Pharmakritikern: Klar – Jedes noch so gute "Mittelchen“ ist nur eine symptomatisch lindernde Krücke, aber auch bei einem gebrochenen Bein darf man ja vorübergehend auf zusätzliche Stützen und andere Hilfsmittel zurückgreifen. Unnötiges seelisches Leiden muss nicht sein!
  3. Nun folgen Tipps und Hinweise, die Sie bitte je nach individueller Notlage auswählen wollen. Finden Sie die passende Technik, Methode oder Hilfsmittel Ihrer Wahl! Teilweise sind auch ganz konkrete Diagnosen angegeben…
  4. Selbsthilfe bei Panikattacken mit Atemnot: (Atmung in Tüte, Co)
  5. Außen-/Innenorientierung: (Was stabilisiert eher)
  6. Konstruktive Selbstgespräche: (Sich gut zureden, Formeln, Reime)
  7. Allgemeine Selbsthilfe bei Erregungszuständen und überflutenden Gefühlen: (Atemtechniken, 3-8/4-11-Atmung, AT-Haltung)
  8. Sogen. Schmetterlingsumarmung/Schmetterlingsklopfen: (Arme überkreuzen, bilaterale Stimulation…)
  9. EMDR in der Selbstanwendung: (Kurzerläuterung)

 

Seelische Rettungskette zur Hilfe Dritter

"Tausend Mal gespürt – tausend Mal ist nix passiert“

Sofortmaßnahmen: Aufmerksamkeitslenkung nach außen oder innen, je nachdem, wo eine bessere Orientierung zur Verfügung steht

Angst: Erwartung, in die Zukunft projizierten Befürchtung einer unangenehmen Konsequenz auf Grund einer unangenehmen Erfahrung in einer Lebensphase mit beschränkter Handlungsfreiheit

Von der Kind GmbH (Geschöpf mit beschränkter Handlungsfreiheit) zur Ich-AG…

(An diesem Beitrag wird noch gearbeitet, bitte schauen Sie später noch einmal vorbei!)


Bildnachweis(e): Photo "Blaulicht“ Bild von fsHH auf Pixabay; Photo "RTW in Anfahrt“ Bild von Golda Falk auf Pixabay

Psychiatriekritik: Der Fluch der Diagnosen

Diagnosen: Die erneute Traumatisierung

"Jetzt weiß ich endlich, was ich habe: Meine Ärzte haben bei mir eine Borderline-Störung diagnostiziert! Jetzt wissen wir, wo es lang geht!“

Die Erinnerung an diesen Ausspruch der Enkelin einer lieben Freundin lässt mir heute noch einen Schauer über den Rücken laufen!

In der Psychologie/Psychiatrie ist es gängige Praxis, Patienten immer wieder Diagnosen zu verpassen, die zu den Kategorien der sogenannten Anpassungsstörungen oder Persönlichkeitsstörungen sortiert werden. Und mit jeder Auflage der Standardwerke, nach dem sogenannte Fachleute sogenannte psychische Erkrankungen benennen und einsortieren DSM IV/V und ICD-10 werden neue "Störungen“ hinzuerfunden – zu wessen Nutzen wohl? Ich denke: Auf keinen Fall zum Nutzen der Betroffenen!

Anstatt sich also den wirklichen Ursachen zuzuwenden und den oder die (Ver-)Störer – also Täter – klar zu identifizieren, zu benennen und dem Opfer zu helfen und es zu unterstützen, wird der Begriff "Opfer“ gar zu einer Beleidigung (und auf Schulhöfen zu einer Beschimpfung vom Niveau "Schwule Sau“, die natürlich ebenso abzulehnen ist) und nicht selten wird bei schweren Verstörungen, aus denen Opfer sich nur mit großer Mühe befreien können bzw. noch dabei sind, den Opfern auch noch unterstellt, die würden sich in ihrer Opferrolle gar wohl fühlen, diese Rolle nicht verlassen oder gar mit ihrem Opferverhalten die Täter zu einem Verhalten erpressen zu wollen (siehe Zitat Andreas Winter auf der CD "Heilen ohne Medikamente“ wörtlich: "…oder willst Du gar immer noch Mutterliebe erpressen?“);

(An diesem Beitrag wird noch gearbeitet, bitte schauen Sie später noch einmal vorbei!

Psychiatriekritik: Täter-Opfer-Verdrehung

Überschrift

Vgl. merkwürdig unterschiedlicher Umgang mit körperlich misshandelten Kindern und "nur“ seelisch misshandelten oder vernachlässigten, ungeliebten, zu Unrecht beschuldigten Kindern (auf das Gehirn wirken seelische Schläge genau so wie körperliche)

Freud, Kernberg & Co. und deren Einflüsse auf heutigen Umgang mit Patienten

Böse oder krank?

(An diesem Beitrag wird noch gearbeitet, bitte schauen Sie später noch einmal vorbei!

M. P. Klotz: Bücher/Veröffentlichungen

Lesenswert, hilfreich & informativ…

Lorem ipsum…

Buch: Warten auf einen Therapieplatz

So helfen Sie sich selbst während Wartezeit und zwischen den Sitzungen!

Selbsthilfe-Ratgeber mit Therapeuten-Checkliste & Therapieführer

Buchumschlag Warten auf einen Therapieplatz

Buch: Warten auf einen Therapieplatz

Umschlagtext

"Die vielleicht wichtigsten Schritte zurück zu gesunder Autonomie, Lebensfreude und Gesundheit sind die Wiedererinnerung an den Teil des Selbst, der auch schwerste Traumatisierungen unbeschadet übersteht, und an den unzerstörbaren Selbstwert.“

Das schwere Leiden nach einer Traumatisierung ist für jede(n) Betroffene(n) schon anstrengend genug, die Entscheidung für eine Therapie häufig ein schwerer Schritt, doch dann beginnt meist ein weiterer Leidensweg: Die Suche nach einem passenden Therapeuten, einer passenden Therapeutin, die Qual der Wahl einer individuell stimmigen und passenden Therapieform aus einem schier unüberschaubaren Angebot von "klassisch“ bis "esoterisch“, die Klärung der Honorarfrage, die Organisation der Vereinbarkeit mit Berufs- und Privatleben… – die Liste der Herausforderungen erscheint oft schier unendlich und ist
eine zusätzliche Belastung!

In diesem Selbsthilfe-Ratgeber finden Betroffene eine schnelle und verständliche Orientierung durch den Dschungel von – allzu oft stigmatisierenden Diagnosen, Fachbegriffen, und – vielleicht am wichtigsten: Viele konkrete praxiserprobte Strategien, Tipps und Ratschläge, wie sie die quälende Wartezeit vor einer oft langersehnten ambulanten, teil- oder vollstationären Therapie überbrücken können, wie sie sich selbst zwischen den Therapieeinheiten Sicherheit und Stabilität geben können, und verlorene Autonomie wieder zurück gewinnen. Checklisten und viele einfach verständliche Übersichten erleichtern das Verständnis und die Anwendung.

Michael P. Klotz ist seit mehr als 20 Jahren Psychologischer Berater & Coach. In das Werk sind sowohl eigene, persönliche Lebenserfahrungen als auch die Erfahrungen aus langjähriger Praxis eingeflossen. Dabei kommt auch die Kritik an etablierten Strukturen und Inhalten nicht zu kurz…

Bestellung:


Buch: Jetzt nehm ich mir mein Leben…

und lebe endlichz selbstbestimmt, anstatt es wegzuwerfen!

Selbsthilfe-Ratgeber mit Therapeuten-Checkliste & Therapieführer

Buchumschlag: Jetzt nehm ich mir mein Leben

Buch: Warten auf einen Therapieplatz

Umschlagtext

Niemand wird morgens einfach wach und denkt sich: "Ach, wir könnten uns eigentlich heute mal das Leben nehmen!“ – das vielleicht Wertvollste, was wir selbst in der Hand haben! Abgesehen von wenigen Ausnahmen (siehe letztes Kapitel) ist ein Suizid(-versuch) oft Hilferuf in scheinbar ausweglosen Lagen.

Die Gründe, die Menschen dazu veranlassen, ihre eigene Lage als ausweglos anzusehen, sind vielfältig – das reicht von einfachem "Liebeskummer“ über Situationen einer Überschuldung bis hin zu wahnhaft verzerrten Lage-Einschätzungen, die sogar den Schutz der Betroffenen gegen den eigenen Willen rechtfertigen. Fakt ist: 99 % derjenigen, die einen tatsächlich ganz ernsthaft unternommenen Selbsttötungsversuch überlebt haben, sagen allesamt nachher: "Mein letzter Gedanken war: Das ist ein Fehler!“ und freuen sich, dass es “schief gegangen“ ist – und haben oft aus ihrem Leben noch etwas richtig Schönes und Gelungenes gemacht!

In diesem Selbsthilfe-Ratgeber finden sowohl Betroffene und Mitbetroffene eine schnelle und verständliche Orientierung durch den schier unübersichtlichen Dschungel an Hilfeleistungen im Akutfall, und – vielleicht am allerwichtigsten: Viele konkrete praxiserprobte Strategien, Tipps und Ratschläge, wie sie wieder einen klaren Blick ihrer Lage, Kraft, Sicherheit und Stabilität erlangen können, verlorene Handlungsspielräume für bessere Alternativen erkennen und ihre volle Autonomie wieder zurück gewinnen. Diverse Checklisten und viele einfache, verständliche Übersichten sowie zusätzliches Material im Web erleichtern das Verständnis und die Anwendung.

Michael P. Klotz ist seit mehr als 20 Jahren Psychologischer Berater & Coach. In das Werk sind sowohl eigene, persönliche Lebenserfahrungen als auch die Erfahrungen aus langjähriger Praxis eingeflossen. Dabei kommt auch die Kritik an etablierten Strukturen und Inhalten nicht zu kurz…

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Kindererziehung

Impulse zur prägendsten Episode des Lebens

Kindererziehung

(An dieser Seite wird noch gearbeitet, wir bitten um etwas Geduld: Bitte schauen Sie später noch einmal vorbei! Herzlichen Dank für Ihr Verständnis!)

Was hat ein Beitrag zum Thema Kindererziehung hier auf diesem Blog zu suchen? Nun, ich denke, dass die meisten gravierenden Probleme im Leben von Menschen auf diese prägende Episode zurückzuführen sind. Das ist so wie beim Zuknöpfen einer Jacke: Ist der erste Knopf im falschen Knopfloch, und hat man erst mal eine Weile falsch weitergeknöpft, denn ist ein gewisser Aufwand nötig, damit die Jacke wieder richtig sitzt, wärmt und passt. Egal, ob man Knopf für Knopf richtig zuordnet oder erst einmal die ganze Jacke auf- und dann wieder zuknöpft – da ist ganz hübsch was zu tun…

Was bei dem Jackenbeispiel noch relativ einfach und mit wenigen Handgriffen erledigt ist, kann schon gewaltig schwieriger werden, wenn man ein “falsch zugeknöpftes Leben” wieder in Ordnung bringen will: Da sind dann manchmal etliche Therapiestunden nötig um zu reparieren, was kaputt gemacht wurde.

Zur besseren Orientierung durch den komplexen Beitrag folgt hier ein Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken (Links) direkt zu den Detailthemen:

 

Navigation im Artikel

  1. Kurz-Zusammenfassung für Schnell-Leser
  2. Aufwachsen im Spannungsfeld von Zugehörigkeit und Autonomie
    1. Kennenlernen statt Formen
    2. Geborgenheit und Urvertrauen
    3. Autonomie, “Freilassen” und unterstützend-beschützend begleiten
  3. Wenn Zugehörigkeit scheitert
  4. Wenn Autonomiestrebungen unterdrückt werden
  5. Schlussfolgerungen aus den Erkenntnissen
    1. Schlussfolgerungen für die “Erziehung”
    2. Schlussfolgerungen für die Schule
    3. Schlussfolgerungen für “Erwachsene”
    4. Alternative Konzepte zur Begleitung von Kindern
  6. Weblinks und Literaturempfehlungen (inkl. Kurz-Rezensionen)
    1. WIKIPEDIA-Link “Antipädagogik”
    2. Modell “AMICATION”
    3. Blog “Freie Familie”
    4. Alternativschule “Kapriole”
    5. Prof. Dr. Gerald Hüther: “Lernlust statt Schulfrust”
    6. Prof. Dr. Gerald Hüther: Kurzvortrag “Glücksgefühle”
    7. Richard D. Precht: “Der Verrat des Schulsystems an unseren Kindern”
    8. Oliver Heuler: Antipädagogik
    9. Alice Miller: (diverse)
    10. Susan Forward: “Vergiftete Kindheit”
    11. Mike Hellweg: “Das innere Kind retten”
  7. Social-Links (Seite empfehlen/teilen), Kommentare und Diskussion

       

      1. Kurz-Zusammenfassung für “Schnell-Leser”:

      Wohl niemand wird leugnen: Die wichtigsten Prägungen unserer Persönlichkeit geschehen in unserer Kindheit – manchmal sogar noch vor der Geburt! Mag es noch eine Fügung des Schicksals sein, ob wir als Kind einer armen Mutter in Bangaldesh oder in Düsseldorf-Kaiserswerth als Sproß einer Unternehmerfamilie zur Welt kommen (was beides so seine Licht- und Schattenseiten haben kann), so sorgt die sehr intensive Bindung an unsere Eltern für starke, prägende Weichenstellungen für das spätere Leben – solange diese nicht selbst reflektiert und gegebenenfalls geändert werden.

      Sehr gerne nehmen wir dabei all die Impulse mit, die uns stärken: Starke Wurzeln, Geborgenheit, das Gefühl, angenommen zu sein, und als wichtiger Gegenpart die Freiheit, unseren eigenen Weg gehen zu dürfen. Eher fatal wirken sich jedoch die Umkehrungen dieses positiven Ideals aus: Fehlt es an Geborgenheit und Annahme und wird eine gesunde Autonomieentwicklung behindert, so kann das zu “Macken”, Blockaden, heftigsten Ängsten und Einschränkungen führen, die bis hin zu massiven Persönlichkeitsveränderungen (m. E. fälschlich als “Persönlichkeitsstörungen” bezeichnet, die dann dem oder der “Gestörten” zugeschrieben werden, ohne zu fragen, wer oder was denn da eine gesunde Entwicklung ge- oder gar verstört hat…) unaufgelöst ein Leben lang andauern und zu unendlichem Leiden in Gestalt seelischer und/oder körperlichen Symptomen führen können. Der gesunde Entwicklungsweg von der “Kind-GmbH” (Geschöpf(e) mit beschränktem Handlungsspielraum) zur “Ich-AG”, die aus eigenen Werten heraus selbstbestimmt und frei von Fremdwertprägungen handeln könnte, misslingt.

      In diesem umfangreichen Beitrag finden Sie Impulse, wie es gelingen kann, derartige Irrwege gleich von vorneherein zu vermeiden oder – wenn sie denn schon mehr oder weniger leiderzeugend eingetreten sind – wieder zu “reparieren”. Außerdem empfehle ich Ihnen ausdrücklich wie eindringlich die Beiträge und Links zu den Autoren Alice Miller und Susan Forward, Jay Earley und Franz Ruppert.

      Besonders wertvoll ist dieser Beitrag für all jene, die selbst misshandelt, seelisch verstört oder anderweitig traumatisiert nun dieses nicht an ihre eigenen Kinder weitergeben wollen, denn die Erfahrung zeigt, dass alle “Täter-Eltern” ehemals “Kinder-Opfer” waren, die an der Aufgabe gescheitert sind, sich durch Selbstreflexion oder Therapie von den Folgen ihrer eigenen Kindheit zu befreien, was sich unter anderem in der weiterbestehenden Identifikation mit früheren Aggressoren äußert (“Das Schlagen meines Vaters hat mir letztlich doch gut getan, also fass ich auch euch jetzt hart an!”)

       

      2. Aufwachsen im Spannungsfeld von Zugehörigkeit und Autonomie

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      2.1 Kennenlernen statt Formen

      Nicht erst heuzutage ist es von Elternseite üblich, und wird als vollkommen “normal” angenommen, dass Kinder als eine Art “Knetmasse” anzusehen seien, die durch die – mal härtere, mal weichere – Hand der Eltern erst zu “richtigen Menschen” heranzuformen sind. Da werden allerhand Werte in sie hineingestopft, kulturelle (“Sitz gerade, man isst mit Messer und Gabel, sei schön artig, gib Oma einen Kuss, …!”), religiöse und sonstige gesellschaftliche Werte. Auch ist zu beobachten, dass erwünschtes Verhalten, gelobt und unerwünschtes Verhalten bestraft wird – oft mithilfe emotionaler Erpressung (“Wenn du dies oder das nicht oder doch tust, dann ist Mami traurig!” – Liebesentzug, wobei man sich fragen könnte, was das denn für eine “Liebe” ist, die derartige lebensfeindliche Bedingungen setzt…) oder versteckter bis offener Gewalt (Androhung und/oder Ausführung von Verboten bis zu seelischer (verbaler) und körperlicher Züchtigung und Gewalt, um diese ge- und Verbote kraft der faktisch überlegenen Elternmacht durchzusetzen). Was dabei herauskommt, können wir ebenso betrachten:

      • Entweder angepasste Konsumenten, die ähnlich wie ihre Erzeuger ihre Träume früher oder später “realistischeren Aussichten” opfern, brave Konsumenten und unauffällige Menschen sind, die ein eher graues Leben führen – ein- bis zwei mal unterbrochen von Karneval (Da darf man mal so manches rauslassen, was sonst als verboten gilt), Urlaub und dem zweifelhaften “Trost” mit der bunten Welt des Konsums vonm neuesten Smartphone bis zum schicken (geleasten) Auto.
      • Oder es entstehen “Sonderlinge”, Unangepasste, die entweder außerordentlich nach ihrer Facon glücklich werden – oder in Angst, Depression, Burnout oder anderen Phänomenen bis zur Obdachlosigkeit scheitern, weil sie den Widerspruch zwischen äußeren Erwartungen und dem eigenem Selbst aus Angst vor dem existenzbedrohenden Liebesverlust oder der Vernichtung, die in der Kindheit bei offenem Ausdruck eigener, autonomer Strebungen drohten, nicht aufgelöst bekommen, und sich (noch) nicht von Introjekten (Übernommenen Fremdwerten) und Überlebensmustern quasi als eine Art “2. Entbindung” gelöst haben
      • Im Extremfall entlädt sich der unaushaltbar scheinende Druck in Aggression nach außen (Amoklauf, Flucht in extremistische Ideale wirtschaftlicher oder auch religiöser Natur oder er entlädt sich als Implosion in Depression und Suizid (Sozusagen als “Amoklauf nach innen”).

      Wie anders wäre es, wenn man Kinder – entgegen der oben skizzierten Haltung – mit einer Art neugieriger Spannung begegnen würde: Was kommt da für ein Mensch in mein Leben? Was bringen er oder sie an charakterlichen Eigenschaften, Talenten, etc. schon mit? Wie könnte man diesem Kind einerseits Schutz geben, starke Wurzeln und andererseits – je nach persönlichen Mitteln (nicht jeder hat den finanziellen Background einem sich zeigenden Konzertpianisten-Star die notwendige Ausbildung zu finanzieren) die Möglichkeit zur Entfaltung seiner Talente zu geben, bzw. diesen nicht aus eigenen, unhinterfragten Motiven im Weg zu stehen?

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      2.2 Geborgenheit und Urvertrauen

      Welchen Einfluss das Bindungsverhalten auf das spätere Leben haben kann (wenn destruktive Einflüsse nicht durch eigene Aktivität neutralisiert wurden), zeigt der Ausschnitt aus diesem beeindruckenden Video (In Sendung “Ansichten eines Amokläufers”, ausgestrahlt auf 3sat am 16.01.2014)). 10 Minuten, die sich lohnen!

      (Bitte entschuldigen Sie die reduzierte Bildqualität!)

      Anmerken möchte mich noch nachfolgendes: Eine Strategie, mit unerträglichen Zuständen in Kinder- und Jugendtagen “zurecht” zu kommen, ist die im Film thematisierte Wendung der Aggression nach außen. Weit häufiger weil gesellschaftlich weniger geächtet erfolgt jedoch die Wendung der – ursprünglich konstruktiven – Aggression (sozusagen als “inneren Amoklauf”), die ja “nur” einen unhaltbaren Zustand auf Grund unbefriedigter menschlicher Grundbedürfnisse beheben wollte, nach innen, und tritt dann in Form von Angst, Panik und Depression in Erscheinung. Oft werden dann jene “behandelt”, die darunter leiden. Der Blick auf die pathogenen (leiderzeugenden) Umstände unterbleibt dabei allzu oft. Für die Betroffenen gilt es, gesunde Wesenskerne und Selbstanteile zu beschützen und die verletzten Teile zu heilen – ein manchmal lebenslanger Prozess…

      Gleichfalls bin ich nicht mit der Aussage des Films einverstanden, nach dem die Pubertät der entscheidendste, am meisten prägendste Lebensabschnitt sei. Hier schließe ich mich der Ansicht des dänischen Pädagogen Jesper Juul an, nachdem in der Pubertät nur das zum Vorschein kommt, was an Beziehung vorher bereits kaputt gegangen ist. Klar, auch diese Entwicklungsstufe ist durch den Charakter der Neuorientierung und seelisch-körperlichen Umstrukturierung eine besonders empfindliche – ist jedoch die Grundlage einer geborgenheitsstiftenden Beziehung zu den Eltern vorhanden, zeigt sich in der Praxis, dass diese Phase wesentlich leichter und harmonischer gelingt (es sei denn, die Eltern hätten sich zwischenzeitlich von ihrer grundsätzlichen zugewandten Haltung entfernt).

      Das “Still-Face-Experiment”

      Wie weitgehend die Folgen selbst geringster Beeinträchtigungen dieser Bindung in jungen Jahren haben kann, zeigt folgendes Experiment (Denken Sie vielleicht einmal darüber nach, was in Seelen von Menschen geschieht, wenn dieses “Experiment” nicht nach Sekunden wieder beendet wird, sondern Tage, Wochen, Monate, Jahre und Jahrzehnte andauert…).

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      2.3 Autonomie, “Freilassen” und unterstützend-beschützend begleiten

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      5. Schlussfolgerungen aus den Erkenntnissen

      Kontakt zu Instinkten, Erkennen von offenem und verstecktem Leiden, und schließlich die Frage: “Wie will ich es tun, wofür kann ich die Verantwortung übernehmen?”

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      5.1 Schlussfolgerungen für die “Erziehung”

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      5.2 Schlussfolgerungen für die Schule

      Ich selbst habe die Schulzeit einigermaßen gut “überlebt” – aufgrund des Talentes, auch langweiligsten Lernstoff mit der Methode “Nürnberger Trichter” leicht aufzunehmen und zum geforderten Zeitpunkt (Tests, Klassenarbeiten, Klausuren) wiedergeben zu können, ein Talent, auf das ich nicht stolz sein kann, weil es sich eben um eine Talent und keine erlernte oder erarbeitete Fähigkeit handelt. Schon früh habe ich meine dadurch entstehenden Freiräume für die Unterstützung anderer Mitschüler genutzt, denen es an diesem Talent mangelte (Schülervertrateung, später ASTA). Dennoch habe ich schon damals das sichere Gespür gehabt: “Hier stimmt etwas Grundsätzliches nicht!”, und habe mich für alternative Schulformen von Summerhill, Waldorf, Freie Schule Bochum bis zur Laborschule Bielefeld & Co. intensiv interessiert.

      Damals wie auch vielfach noch heute wurden und werden diese Alternativen entweder verlacht oder in rabulistischer Meisterschaft verhöhnt (“Ach, du kannst also auch deinen Namen tanzen – na, viel Spass beim Scheitern im harten Berufsalltag später…!”).

      Weiter unten sehen Sie an beeindruckenden Beispielen, dass es eben doch geht, dass “andere” Schulformen nicht zwingend Gesellschaftsversager (was immer das auch sei) produzieren, sondern selbstbewusste, aufrechte Menschen, die selbstbestimmt ihr Leben meistern. Auch wenn sich viele Menschen, die heute in der Institution Schule beteiligt sind, häufig aus einem Gefühl des Angegriffen-Seins gegen Alternativen wehren (“Ja, glauben Sie denn, wir seien schlechte Lehrer? Wir tun doch auch nur unser bestes, aber mit den Jahren sind wir einfach realistisch geworden…”). Ich selbst durfte in zahlreichen Beispielen erleben, wie und das es “anders” geht. Möge Sie das ermutigen, es innnerhalb Ihres eigenen Handlungsspielraumes ebenso zu versuchen – zur Not durch Heimbeschulung! Vielleicht ist dieser Handlungsspielraum größer, als Sie bisher dachten…

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      5.3 Schlussfolgerungen für “Erwachsene”

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      5.4 Alternative Konzepte zur Begleitung von Kindern

      Fast immer – zuletzt am vergangenen Sonntag – begegnet mir, wenn ich derartige Thesen äußere, eine Mischung aus Abwehr (die anwesenden Pädagogen sagen” So geht das doch nicht!”), Angriff (“Woher nimmest du eigentlich diese Weisheiten, du hast doch gar keine (eigenen) Kinder!”) bis hin zu offenem Hass und Häme (“Träum du mal weiter, hör zu: Im Leben gibt es nur eines: Erwerbe Macht und nutze sie zu deinem Vorteil! Alles andere ist Waldorf-Schwachsinn! Apropos: Kannst du eigentlich auch deinen Namen tanzen?”).

      Nun, ich pflege dann zu antworten: “Ja, ich habe keine eigenen Kinder, aber meine Kompetenz, über diese – anscheinend heißen – Themen zu sprechen, leite ich aus drei Tatsachen ab:

      1. Ich war selbst mal Kind, und dazu ein äußerst wacher Beobachter!
      2. Ich habe mit unzähligen Kindern und Jugendlichen gearbeitet und erlebt, welche Aktion, welcher Umgang mit diesen teilweise extrem verstörten Menschen wie ankommt!
      3. Ich habe einen guten Zugang zu meiner Intuition und sehr viel darüber gelesen, und nehme mir das Recht, meine eigene Sichtweise zu haben und zu vertreten. Warum – wenn doch “euer” Erziehungssystem so toll ist, haben wir es mit immer mehr Kindern zu tun, die regelrechte Angst vor KIndergarten und Schule haben? Woher kommt diese immer brutalere Gewalt und die Abnahme von Empathie? Und schauen wir nur in die Gesichter der “Endprodukte”, der sogenannten Erwachsenen: Warum soviel Burnout, warum soviel Angst, Panik und Depression? Warum dieses sich nahezu totschinden in Jobs, die keinen Spaß machen um “gesellschaftlich mithalten” zu können (Mein Auto, Mein Haus, etc.)?

      Das es anders, das es besser , angstfreier, gewaltfreier oder – positiv ausgedrückt – mit mehr Lebensfreude und mehr Lebensqualität geht, das zeigen die Beispiele unten! Und für die “realistischen Romantiker” unter uns, seien noch diese zwei Zitat angefügt (“You may say, i´m a dreamer, but i´m not the only one!”):

      Hermann Hesse: Stufen

      Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
      Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
      Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
      Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
      Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
      Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
      Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
      In andre, neue Bindungen zu geben.
      Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
      Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

      Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
      An keinem wie an einer Heimat hängen,
      Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
      Er will uns Stuf’ um Stufe heben, weiten.
      Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
      Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
      Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
      Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

      Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
      Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
      Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…
      Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

      John Lennon: Imagine

      Imagine there’s no heaven
      It’s easy if you try
      No hell below us
      Above us only sky

      Imagine all the people
      Living for today
      Aha-ahh

      Imagine there’s no countries
      It isn’t hard to do
      Nothing to kill or die for
      And no religion too

      Imagine all the people
      Living life in peace
      Yoohoo-Ooh

      You may say I’m a dreamer
      But I’m not the only one
      I hope someday you’ll join us
      And the world will be as one

      Imagine no possessions
      I wonder if you can
      No need for greed or hunger
      A brotherhood of man

      Imagine all the people
      Sharing all the world
      Yoohoo-Ooh

      You may say I’m a dreamer
      But I’m not the only one
      I hope someday you’ll join us
      And the world will live as one

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      6. Externe Links, Materialien, Gedanken und Beispiele

      Unmöglich! Das gibt es doch gar nicht! Das kann doch gar nicht funktionieren? Sehen Sie hier einige Beispiele, Statements und Literaturhinweise, die zeigen, dass unser Kopf rund ist, damit zuerst das Denken (und später das Handeln) die Richtung ändern kann…

       

      6.1 WIKIPEDIA-Link

      Manchmal gibt die Online-Enzyklopädie WIKIPEDIA einen ganz guten Überblick über ein Thema – je nachdem, mit welcher Qualität der Beitrag erstellt wurde. Der Artikel zum Stichwort “Antipädagogik” ist da m. E. ganz gut geraten, schauen Sie selbst:
      Link zum Artikel “Antipädagogik” auf WIKIPEDIA

       

      6.2 Modell “AMICATION”

      Bei pädagogischen Konzepten gibt es immer mal wieder ein recht extremes Hin und Her zwischen extremen Ansätzen. Die Folgen der überstrengen, wilhelminisch geprägten “Erziehung” zur Unterwürfigkeit pendelte Ende der 1960er Jahre ins Gegenextrem des antiautoritäten Gegenpols – mit Resultaten, die auf andere Weise verhängnisvoll waren. Derartige Schwankungen sind normal und bei allerhand Entwicklungen zu beobachten, manchmal braucht es scheinbar extreme Auslenkungen, um irgendwann, früher oder später in eine Art “Goldene Mitte” einzuschwingen. Wobei in Sachen Umgang mit Kindern hier nicht die Mitte zwischen Unterjochung und totalem laissez faire gemeint ist, sondern eher etwas Neues, das aus den Extremen entstehen kann.

      Genau solch einen Ansatz schlägt der Vertreter der Richtung vor, die sich “Amication” nennt, Hubertus von Schoenrock. Diese Philosophie hier darzustellen würde den Raum sprengen, aber das ist auch gar nicht nötig: Die Urheber dieser Idee haben auf ihrer Seite umfassend Materialien zusammengestellt, dort findet sich auch eine ganze CD mit vielen praktischen Beispielen, die kostenlos hier heruntergeladen werden kann.

      Meine Einschätzung: Ein guter Ansatz, der jedoch von Eltern und Menschen, die mit Kindern umgehen, fordert, sich intensiv mit sich selbst auseinanderzusetzen. Positiv: Hier werden keine neuen Dogmen von “falsch” oder “richtig” mit erhobenem Zeigefinger vermittelt, viel mehr wird das Bewusstsein für die eigene Achtsamkeit Verantwortung geschärft (“Wie wollen Sie selbst wirklich mit Kindern umgehen? Mit welchem Ergebnis Ihrer “pädagogischen Interventionen” können Sie wirklich leben? Wie kann man mit Kindern leben, ohne ihnen die Würde zu nehmen?). (Link zur Seite “AMICATION”)

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      6.3 Blog “Freie Familie”

      “Sich selbst informieren und eigene Entscheidungen treffen, unabhängig von der allgemeinen Gesellschaftsmeinung – auf das innere Bauchgefühl hören. Was tut uns Eltern gut, was tut unseren Kinder gut, was tut uns als Familie gut? Darum geht es hier. Funktionieren, oder frei sein und das Leben genießen? Wir streben Zweiteres an! Sich auf den Weg machen zu einem besser “Wir”…. selbst die Verantwortung für das eigene Leben übernehmen, sich nicht anpassen, sich von gesellschaftlichen Zwängen befreien… Die Kinder Beschützen, Verwöhnen, und bedingungslos Lieben! Beziehung statt Erziehung! Vertrauen haben! Aneinander wachsen…. ” – mit diesem Profil stellt sich der Ansatz selbst auf seiner (privaten) Internetseite vor. Wobei dies eigentlich kein Ansatz ist sondern eher ein empfehlenswerter Blog. Meine Einschätzung: Reinschauen lohnt sich, obwohl die Seite noch jung ist… Link zur Seite “Freie Familie”

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      6.4 Alternative Schulkonzepte

      Schon während meiner eigenen Schulzeit habe ich an dem weit verbreiteten tapischen Schulsystem gezweifelt. Mein “Nürnberger Trichter” hat es mir erleichtert, die schon seinerzeit geforderte “Wissens-Bullimie” (Aufnehmen > bei Test/Klassenarbeit wieder “von sich geben” > vergessen) zu bedienen: Die Noten waren stets gut bis sehr gut. Das hat mir einen Freiraum verschafft, den ich dazu genutzt habe, einerseits Mitschüler zu unterstützen (SV), die nicht so leicht mit dem System klar gekommen sind, andererseits habe ich mich schon in jungen Jahren für Alternativen (Freie Schule Bochum, Laborschule Bielefeld, etc.) interessiert. Es freut mich, dass an vielen Orten Aktive es nicht beim Denken belassen haben, und spannende Projekte auch gegen erhebliche Widerstände leben. Hier einige Beispiele, wie es anders, wie es besser geht:

      Demokratische Schule “Kapriole” (Freiburg)

      Für Skeptiker, die glauben, dass nur mit herkömmlicher Beschulung aufrechte, erfolgreiche und selbstbewusste Kinder zu “erzeugen” sein, empfehle ich diese Videos. Der Haken daran ist, dass die Ergebnisse dieser Schulform Manchem vielleicht gar zu selbstbewusst daherkommen – was auf fatale Weise verrät, was die wahren Motive klassischer Schulen sind (marktgerechte, angepasste, obrigkeitsgläubige und konsumfreundliche Verbraucher)…

      Hier geht es zum Kurzportrait der demokratischen Schule “Kapriole”…

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      Prof. Dr. Gerald Hüther: Kurzvortrag “Glücksgefühle”



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      Richard David Precht: “Der Verrat des Schulsystems an unseren Kindern”



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      6.5 Oliver Heuler: Statement zum Thema Antipädagogik

      Ich kenne und schätze Oliver Heuler – zunächst als sympathischen Menschen, außergewöhnlichen Golftrainer, Fan der gewaltfreien Kommunikation (nach Marshall Rosenberg) – und nicht zuletzt als lebendiger Vertreter der Antipädagogik. Außerdem liebe ich seinen ganz besonderen Humor (man beachte die “Werbeunterbrechnungen” in den Videos)… In diesen Videos stellt er seine Gedanken vor. Da der zweite Teil von YOUTUBE blockiert wird, habe ich ihn – bearbeitet – selbst eingestellt, um Ihnen die wertvollen Inhalte anbieten zu können. Bitte entschuldigen Sie die schlechtere Auflösung! Hier der Link zu seiner Seite.

      Teil 1


      Teil 2

      Teil 3


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      6.6 Alice Miller (diverse)

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      6.7 Susan Forward “Vergiftete Kindheit

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      6.8 Mike Hellweg “Das innere Kind retten”

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